Veränderung beginnt bei jedem einzelnen
Nach Monaten des Überlegens habe ich mich dazu entschieden, einen Text zu schreiben, der vielleicht nicht ganz das Thema trifft und trotzdem alle stark betrifft.
Dich, mich und auch unsere Spiegelbilder.
Das Weltgeschehen wird immer wilder, und die Bilder im Fernsehen um neunzehn Uhr dreißig verdrängen wir fleißig.
Der Krieg soll uns ja nicht zu nahe gehen, generell das gesamte Weltgeschehen.
Auch wenn Kriege Jahre gehen, die „wahrscheinlich“ bald vergehen, begehen wir den Fehler und ignorieren die Fehler dieser Welt, weil uns eine Welt ohne Krieg und Leid und Klimawandel schlichtweg besser gefällt.
Und wie kannst du immer noch mit einem Lächeln im Gesicht in den Spiegel blicken, wenn in deiner Umgebung alte Männer Kinder ficken?
„Aber viel dagegen tun kann ich nicht.“
Naja, das ist eine sehr egoistische Ansicht, denn an sich kann auch nur ein kleiner Schritt des Menschen ein großer für die Menschheit sein.
Und glaube mir, mit deiner Hilflosigkeit bist du nicht allein.
Wo man anfangen und wo aufhören soll, spielt doch schlussendlich keine Rolle, solange du irgendwo anfängst und nicht denkst, dass deine Taten keine Rolle spielen.
Solange du nicht den Blick senkst, sondern erkennst, dass es wichtig ist, nicht bei jedem Spiel mitzuspielen.
Alte Männer mit Macht und Geld regieren die Welt, doch was in diesem Muster auffällt:
Die Frau ist der eigentliche Held. In dieser Geschichte. Und was lernen wir daraus? Statt aus ihr zu lernen machen wir Gedichte.
Und dieses ist gleich aus.
Wie mein Leben.
Ich bleibe stehen, statt zu gehen.
Schaue in den Spiegel, sehe mich an.
Und frage mich, wie lange ich noch
wegsehen kann.
Die Welt bleibt dieselbe. Das Leid bleibt bestehen.
Doch vielleicht beginnt Veränderung
genau dort, wo wir anfangen hinzusehen.
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